Heidenheim Pokalsieger im BWBSV-Pokal

Das Finale im BWBSV-Pokal 2008 fand am 3. Oktober in Stuttgart statt. Die Heidenheim Heideköpfe standen dabei den Heidelberg Hedgehogs gegenüber, die dieses Jahr die Verbandsliga Baden-Württemberg für sich entscheiden konnten und somit in der Saison 2009 in der Regionalliga antreten werden.
Der Endstand lautete 9:3 für Heidenheim, und das obwohl die Baseballer des HSB ihre Legionäre zu Hause gelassen haben und nur mit dem eigenen Nachwuchs zum Finale gefahren sind.
Für Heidenheim startete Aljosha Schattmann auf dem Mound, während für die Hedgehogs Puckett antrat. Bereits im ersten Inning, brach es über die Hedgehogs schon herein. Ein Bunt zu Beginn brachte den ersten Runner für Heidenheim auf Base. Mit einem „Hit and Run“ (der Trainer gibt das Zeichen an den Läufer, die nächste Base zu stehlen, während gleichzeitig der Batter versuchen muss, den Ball zu treffen), kam der nächste Runner auf Base. Bei zwei Baseläufern, packte Markus Winkler dann den großen Hammer aus und prügelte den Ball über den Leftfield-Zaun zum 3:0 im ersten Inning.
Erste Bundesliga gegen Verbands- oder Regionalliga bedeutet auch Holzschläger gegen Aluminium-Bats auf Seiten der Hedgehogs. Aber das verschaffte den Heidelbergern auch keinen entscheidenden Vorteil, die Pitcher der Heideköpfe konnten die Kontrolle über Heidelbergs Offensive, die mit fünf Deutsch-Amerikanern angetreten waren, jederzeit behalten und ließ insgesamt nur drei Runs bei 7 Basehits zu.
Im zweiten Inning, arbeitete Heidenheim wiederum mit „Small-Ball“ und Runs produzieren. Ein neuerlicher Bunt von Leadoff Hitter Johannes Schäffler, brachte gleich den ersten Spieler auf Base. Ein Basehit und ein Sacrifice Bunt, bei dem der Batter ausgemacht wurde, brachte zwei Spieler neuerlich in „Scoring Position“, also mindestens auf die zweite Base. Ein neuerlicher Basehit, das 4:0 war eingefahren.
Diesmal schlugen die Hedgehogs aber zurück.Ein Double brachte zwei bereits zuvor auf Base gekommene Spieler der Hedgehogs nach Hause.
Hannes Hirschberger brachte dann mit seinem Basehit den nächsten Punkt für Heidenheim über die Platte, den Heidelberg aber postwendend konterte und wiederum auf 3:5 herankam. Im fünften Inning dann wieder ein Mörderschlag der Heidenheimer Offense, diesmal von Hannes Hirschberger. Ein Läufer war bereits auf Base, so dass die Führung auf 7:3 ausgebaut werden konnte.
Es passierte nicht mehr viel in Stuttgart, was eine Änderung der Situation hätte bewirken können. Ein Triple von Heidenheim brachte den Run zum 8:3 über die Platte und ein neuerlicher Basehit im siebten Inning markierte den letzten Run zum 9:3 Endstand, bevor nach dem achten Inning das Spiel wegen hereinbrechender Dunkelheit abgebrochen wurde. Regenbedingt, hatte die Partie bereits verspätet begonnen und so konnte nicht einmal fertig gespielt werden.

Sechs Wochen Pause stehen für die Baseballer des HSB nun an, im Dezember beginnen dann die Vorbereitungen auf die neue Saison in der ersten Baseball-Bundesliga 2009.

Box Scores BWBSV-Pokalfinale 2008:

Team 1 2 3 4 5 6 7 8 9 R H E
Hedgehogs 0 2 1 0 0 0 0 0 X 3 7 4
Heideköpfe 3 1 1 0 2 1 1 0 X 9 12 0

Mr. Baseball Top 50 2008

Mit den Solingen Alligators und den Heidenheim Heideköpfen, sind immerhin zwei deutsche Teams unter den Top 10 des Rankings von Mr. Baseball, die nach den Europacupspielen neu herausgegeben wurden. Hier die einzelnen Platzierungen der besten 10 Mannschaften:

  1. Corendon Kienheim (Niederlande)
  2. Fortitudo 1953 Bologna (Italien)
  3. Door Neptuns (Niederlande)
  4. FC Barcelona (Spanien – punktgleich mit Door Neptuns ebenfalls auf der 3)
  5. Danesi Caffee Neptuno (Italien)
  6. Solingen Alligators (Deutschland)
  7. Marlins Puerto Cruz (Spanien)
  8. Heidenheim Heideköpfe (Deutschland)
  9. Montepaschi Grosseto Orioles (Italien – punktgleich mit Heidenheim auf Platz 8)
  10. Amsterdam Pirates (Niederlande)
  11. Buchbinder Legionäre Regensburg (Deutschland)

  15.   Paderborn Untouchables (Deutschland)

  Diese Listen sind nicht abschließend und erheben schon gar nicht den Anspruch, Allgemeingültig zu sein. Sie sollen nur zur Diskussion anregen. Die vollständige Liste ist hier zu finden:

Mr. Baseball Top 50 midseason 2008

Mehr Ergebnisse

1. Bundesliga Süd Playdowns (Sa, 6. September 2008):

  • Haar Disciples – Neuenburg Atomics 7:0, 4:1

2. Bundesliga

  • Sa, 6. September: Bad Homburg Hornets – Ladenburg Romans 6:10, 3:4
  • So. 7. September: Baldham Boars – Ingolstadt Schanzer 8:10, 10:9
  • So, 7. September: Heidenheim Heideköpfe 2 – Tübingen Hawks 5:0, 1:5

Verbandsliga (So, 7. September 2008)

  • Herrenberg Wanderers – Elllwangen Elks 20:6
  • Neuenburg Atomics – Gammertingen Royals 7:14
  • Schwetzingen Braves – Heidelberg Hedgehogs 4:7
  • Schwäbisch Hall Renegades – Sindelfingen Squirrels 6:3

Bezirksliga Gruppe 3:

  • Sa, 6. Juni: Ellwangen Elks – Aalen Strikers 11:1
  • So, 7. Juni: Aalen Strikers – Aichelberg Indians 20:12

Romans erstklassig, Ulm Falcons fast sicher

Beim heutigen Baseball-Spitzenspiel der zweiten Bundesliga in Heidenheim, konnten die Ladenburg Romans zumindest einen Sieg entführen. Ging das erste Spiel noch knapp mit 3:1 an die Gastgeber, nutzten die Romans im zweiten Spiel ihre Chance und landeten einen Sieg gegen den Tabellenzweiten. Mit 10:2, fiel der auch denkbar deutlich aus.
Den Relegationsplatz hatten sich die Romans bereits gesichert, aber mit dem einen Sieg war dann auch die Frage nach dem direkten Aufsteiger geklärt. Nun ist nur noch eine Frage offen, die gegen die Hornets aus Bad Homburg beantwortet werden muss: Wer wird Meister in der zweiten Bundesliga Süd? Ein Split gegen die Hornets, würde den Romans reichen. Gewinnen die Heideköpfe nächste Woche beide gegen Tübingen, könnten sie aber noch eine Chance auf den Sieg haben, denn ein Selbstläufer wird auch dieses Spiel ganz sicher nicht.
Andernorts schafften die Ulm Falcons ein kleines Wunder. Nach einer eher durchwachsenen Saison, fuhr man mit gemischten Gefühlen nach Herrenberg. Ein Sieg würde sicher sehr dabei helfen, die Klasse zu halten. Was man nicht unbedingt erwarten musste, gelang: Die Ulm Falcons gewinnen auswärts gegen die zweitpatzierten Herrenberg Wanderers. 16:18 lautet das glückliche und erlösende Ergebnis.
Nun müssen die Neuenburg Atomics aus ihren noch ausstehenden vier Spielen mindestens drei gewinnen, wenn sie den Falcons den Verbleib in der Liga noch streitig machen wollen. Sollte das letzte Spiel in Donaustetten aber gewonnen werden, dann ist auch rechnerisch für die Atomics nichts mehr drin.

Quelle: baseball-bundesliga.de, baseball-score.com, romans.de, falcons-ulm.de

Heideköpfe im Pokalfinale

Wenigstens das, nach dem versiebten Halbfinal-Rückspiel gegen die starken Tornados, können sich die Heideköpfe im Pokal-Halbfinale gegen die in der Verbandsliga spielenden Herrenberg Wanderers durchsetzen und erreichen somit das Finale um den BWBSV-Pokal.

Eine bunt zusammengewürfelte Truppe war das, die am Donnerstag Abend in Herrenberg angetreten war. Starting Pitcher war Simon Guehring, der normalerweise als Catcher zum Einsatz kommt. Aber durchaus erfolgreich, abgesehen von einem Leadoff-Walk, erlaubte er keine Punkte und wurde von einem bunt gemischten Bullpen ersetzt. Neben Andy Janzen, Markus Winkler und Hagen Rätz, wurde so auch Ryan Lilly drei Innings lang als Pitcher für die Heideköpfe eingesetzt. Gutes Pitching und starke Defense, ließen dem Gegner, der drei Klassen tiefer spielt, keine Chance.

Auch in der Defense wurden einige Experimente gemacht. Markus Winkler, der ansonsten nicht nur in Heidenheim, sondern auch in der Nationalmannschaft, als Pitcher auftritt, startete als Shortstop, Tim Wörner als Designated Hitter (schlägt nur, und das in der Regel für den Pitcher) und außerdem spielten mit Senad Sekic und Klaus Eckle auch zwei „old Stars“ im Outfield der Heideköpfe.

Die Herrenberg Wanderers hingegen, boten mit dem Spielertrainer Eric Sanabria einen ehemaligen Spieler der ersten Bundesliga auf und hielten gut gegen die Ersatzmannschaft aus Heidenheim mit. Herrenberg spielt in der Verbandsliga derzeit gut mit und kann noch mit dem Aufstieg in die Regionalliga rechnen, im Augenblick rangieren nur die Hedgehogs aus Heidelberg vor dem Team aus der Nähe von Stuttgart. Der Erstligist war aber lange nicht so überlegen, wie man hätte erwarten können. Ein vorzeitiges Spielende aufgrund der 10-Punkte-Regel, gab es jedenfalls nicht zu sehen.

Im zweiten Inning gingen die Heideköpfe durch einen Solo-Homerun von Andy Janzen in Führung. Ein Single von Sam Whitehead schraubte das Ergebnis dann auf 3:0 (2 RBI – Runs Batted In, sprich durch einen Schlag erzielte Punkte) und schließlich ein Sacrifice-Flyout, also ein Flugball, der zwar den Batter ausmachte, aber so weit hinausflog, dass ein Runner nachdem der Ball gefangen wurde, zurück auf das Homeplate laufen konnte. 4:0 nach 3 Innings, die Heideköpfe waren bereits auf der Siegerstrasse.

Defensiv war Herrenberg jedoch stark. Die amerikanische Pitcher Elli Garcia und Bruce Neal setzten die Batter des HSB unter Druck und auch die Hintermänner des PItchers ließen wenig durch. Insgesamt drei Double Plays, sprechen für die konzentrierte Arbeit der Wanderers. Im neunten Inning, war es dann aber zu Ende. Doubles von Sam Whitehead und Markus Winkler, schraubten den Vorsprung auf 6:0, was auch gleichzeitig der Endstand war.

Zum bereits zehnten Mal, stehen die Heideköpfe damit im Finale des BWBSV-Pokals, bei bereits sieben errungenen Titeln. Im Stadion der Stuttgart Reds wird dieses am 3. Oktober 2008 ausgetragen werden. Gegner dort, werden die Heidelberg Hedgehogs sein, die gegen die Sindelfingen Squirrels gewonnen haben. Spielbeginn ist um 15:00 Uhr.

Box Scores:

Team 1 2 3 4 5 6 7 8 9 R H E
Heideköpfe 0 1 3 0 0 0 0 0 2 6 9 1
Wanderers 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 5 2

Quelle: heidekoepfe.de

Finale: Tornados gegen Legionäre

Mächtig geregnet hat es vor dem Spiel, aber wenn die Heideköpfe gedacht hatten, dass das Unwetter nun vorbei wäre, dann sahen sie sich getäuscht. Als Starting Picther waren für Heidenheim Peter Dankerl und für Mannheim Sam Waterman am Start. Und zunächst ging es auch so weiter, wie in Mannheim. Die Defensive dominierte, Runner auf den Bases waren eine Seltenheit und Punkte gab es nicht zu sehen. Das änderte sich dann im vierten Inning. Ein Error des Shortstops, brachte den Tornados die ersten beiden Runs. Und obwohl die Tornados in der Offensive ihre Chancen hatten, konnten sie das noch nicht in Runs umsetzen.

Zunächst sah es aber so aus, als könnten sich die Heideköpfe noch einmal fangen. Ryan Lilly trat im sechsten Inning ans Schlagmal und packte zumindest einen kleinen Hammer aus. Mit einem Homerun, der sich gerade noch so über den Zaun im Aussenfeld rettete, erzielte er den einzigen Run der Heideköpfe an diesem Tag. Das brachte wenigstens zeitweilig die Hoffnung zurück, dass doch etwas drin sein könnte. Nicht jedoch gegen den Pitcher der Tornados. Craig Pycock brachte die Heidenheimer Batter immer wieder mit seinen Würfen zur Verzweiflung, nach dem Homerun war nicht mehr viel von den Heideköpfen auf den Bases zu sehen. Im Feld schon, da war die Defense auf Posten.

Jedenfalls bis zum achten Inning. Da kam es dann knüppeldick für das stark besetzte Team aus Heidenheim. Das erste Aus war noch relativ einfach, ein Routine Play des dritten Baseman auf eins, gab den Fans das Gefühl, dass immer noch alles unter Kontrolle war. Dann aber ein Single und ein Walk, Runner der Tornados auf Base eins und zwei. Dominik Höpfner kam zum Schlag, der den entscheidenen Punkt in Spiel 2 in Mannheim schon nach Hause geschlagen hatte. Peter feuerte den Ball ab, Dominik erwischte ihn ausgezeichnet und schlug den nächsten Punkt nach Hause, während Höpfner bis auf Base 2 gelangte und Base 3 ebenfalls besetzt blieb. Das reichte Mike Hartley dann, er entzog Peter Dankerl für heute erst einmal das Vertrauen und winkte Hagen Rätz heran.

Man kann sich fragen, warum in dieser entscheidenden Situation nicht Markus Winkler eingesetzt wurde. Diesmal jedenfalls, war Hagen keine gute Wahl. Mit Runnern auf 2 und 3, entschied sich Heidenheim zu einem Intentional Walk, das bedeutet, der nächste Batter Billy Hess bekam absichtliche vier Fehlwürfe serviert, um auf die erste Base zu gelangen. Mit diesem taktischen Mittel, wollte sich Heidenheim die Chance auf ein Double Play offen halten, dass ihnen aus dem Inning geholfen hätte.

Mannheims Offense, spielte dabei aber nicht die ihnen zugedachte Rolle. Mit Bases Loaded, kam beim nächsten Batter dann gleich der nächste Basehit. Ein Single brachte den Punkt zum 4:1 nach Hause, alle Bases blieben besetzt. Beim nächsten Batter dann wieder ein Single, Heidenheim fand kein Mittel gegen die schnellen Bats der Tornados. Zwei weitere Punkte, das 6:1 war markiert und als nächstes machte sich die Nummer 47 der Tornados zum schlagen bereit. Marvin Appiah hatte schon in Spiel 2 dafür gesorgt, dass Mannheim ausgleichen konnte und so die Verlängerung überhaupt erst ermöglicht. Mike Hartley wechselte erneut den Pitcher, aber da war es eigentlich schon viel zu spät. Dieser Wechsel immerhin, erwies sich als gute Massnahme. Marvin erwischte die Kugel nicht richtig und servierte direkt auf den Spieler an der dritten Base. Der trat auf Base 3 zum ersten Aus und warf dann quer durch das Infield auf die 1 zum zweiten. Das schon vorher ersehnte Double Play, half den Heideköpfen aus dem Inning.

Aber zum Gewinnen, waren nun stolze sechs Punkte nötig. Fünf, um sich in die Verlängerung zu retten. Trotz Nachschlagrecht und damit noch zwei Innings at Bat für die Heideköpfe, war das gegen das Pitching aus Mannheim eine fast unlösbare Aufgabe, an der die Heideköpfe dann auch scheiterten. Ein Single in der zweiten Hälfte des achten Innings, bliebt folgenlos. Und im neunten, bei einem Aus, flog der Ball dann noch mal in Richtung Right Field. Der Runner wollte aus dem Single ein Double machen und startete durch bis auf 2. Marvin stellte aber unter Beweis, dass er nicht nur gut schlagen kann. Der rechte Aussenfeldspieler, feuerte die Kugel aus dem Outfield direkt auf die 2, wo der Baseman auf den Runner Heidenheims wartete und ihn zum zweiten Aus des Innings berührte. Nach dem letzten Flyout, war es dann endgültig vorbei. Mannheim zog jubelnd ins Finale ein und wartete gespannt auf Nachricht aus Solingen, gegen wen es denn nun im Finale gehen würde.

Die Tornados werden also ihrer Favoritenrolle, die sie sich mit den zwei Siegen in Mannheim letzte Woche hart erarbeitet hatten, bereits im ersten Spiel gerecht. Der erste Matchball ist schon verwandelt, um in der Analogie des Trainers Georg Bull zu bleiben. Spiel, Satz und Sieg für Mannheim.

Box Scores:

Team 1 2 3 4 5 6 7 8 9 R H E
Tornados 0 0 0 2 0 0 0 4 0 6 12 0
Heideköpfe 0 0 0 0 0 1 0 0 0 1 8 2

In Solingen am Weyersberg, stand es nach dem dritten Spiel in der Serie nur noch 2-1 für Regensburg. Das erste Spiel ging mit 3:1 an die Alligators, die ihre Heimstärke zu nutzen verstanden und ihre Hoffnung auf das Finale erhalten konnten. Für die Legionäre, brachte diese Niederlage sicher einige schlechte Erinnerungen ans letzte Jahr zurück, als man in der Serie ebenfalls bereits 2-0 führte und das dritte Spiel dann denkbar knapp verlor. Die gesamte Serie, ging daraufhin an die Mainz Athletics.

Aber im vierten Spiel, konnten die Regensburger dann ihren Matchball letztendlich doch verwandeln. Bereits im ersten Inning, gingen sie durch einen 2-Run Homerum mit 2:0 in Führung, diese konnte bis zum Schluss bewahrt bleiben. Mit 3-1 Siegen, zogen die Legionäre ins Finale der Deutschen Baseball-Meisterschaft 2008 ein, wo die Tornados schon auf sie warten. Es gibt also ein reines Süd-Finale, Mannheim und Regensburg setzen sich am Ende durch und werden den deutschen Meister 2008 unter sich ausmachen.

Matchball für Mannheim

Von unserem Chefredakteur Ralf König

Der erste von drei Matchbällen für die Tornados startet am 23. August um 13:00 Uhr im Ballpark der Heideköpfe. Mussten die mitgereisten Fans am letzten Wochenende noch erleben, dass manchmal auch Können nicht ausreicht, wenn das Glück einfach nicht mitspielt, sind die Vorzeichen diese Woche etwas anders. Da Heidenheim in der Tabelle besser platziert war, als Mannheim, haben sie für die entscheidenden Spiele das Heimrecht und es bleibt ihnen überlassen, dieses nun auch zu nutzen.

Wer die Spiele am letzten Wochenende gesehen hat, der weiß, dass es für beide Mannschaften nicht einfach werden wird. Beide Spiele hätten ebensogut auch anders herum enden können und sicher ist nur eines, nämlich dass sicher beide alles geben werden, um die Spiele siegreich zu bestehen. Wer am Ende die Nase vorne haben wird, ist schwer zu sagen. Es ist anzunehmen, dass das Lineup der Heideköpfe bereits mit den Hufen scharrt und die Schläger poliert hat. Aber genauso sicher, werden die Pitcher Mannheims versuchen, die Offensive der Heideköpfe aufzuhalten. Wie Georg Bull im Mannheimer Morgen bereits sagte, am Besten nutzen sie bereits den ersten der drei Matchbälle, dann sparen sie sich eine Menge Arbeit auf dem Weg ins Finale.

Hier die Spiele der letzten Woche:

Anstatt den erhofften Split, haben die Heideköpfe nur zwei Niederlagen im Gepäck. Aber die Ergebnisse zeigen schon, dass heute auf dem Roberto-Clemente-Field in Mannheim nichts sicher war. Bis zum Schluss musste gekämpft werden, keine der Mannschaften gab auch nur einen Fussbreit nach. Und so gewann Mannheim am Ende glücklich, aber durchaus verdient, beide Spiele gegen Heidenheim.

Erstes Spiel

Baseball im Quadrat :-)

Baseball im Quadrat 🙂

Bereits im ersten Spiel, stellten die Wirbelwinde unter Beweis, dass ihre Batter auch schlagen können. Billy Hess schaffte im dritten Inning den Homerun zum einzigen Punkt des Spiels. Abgesehen davon, hatte Markus Winkler das Batting Lineup der Tornados voll unter Kontrolle, erlaubte praktisch keine Hits und schon gar keine Runs gegen starke Tornados. Nur eben einen im dritten, dem die Heideköpfe hinterherliefen, bis das Spiel zu Ende war und es nichts mehr hinterherzulaufen gab. Dass das Pitching der Tornados aber ebenfalls hervorragend ist, das wussten die Heideköpfe bereits vorher.

Es ist auch nicht so, dass die Heideköpfe vollkommen chancenlos gewesen wären. Bei insgesamt 10 Basehits gegenüber nur vier der Mannheimer, kann man das wirklich nicht sagen. Im sechsten Inning zum Beispiel, waren alle Bases mit Spielern aus Heidenheim besetzt, aber der nachfolgende Schlagmann erwischte den Ball nicht richtig und legte ihn dem Pitcher fast direkt vor die Füsse. Der ließ sich nicht zweimal bitten, hob den Ball auf und warf ihn zum Catcher, der sofort auf 1 weiterleitete. Double Play, Inning vorbei.

Heideköpfe im Angriff

Heideköpfe im Angriff

In der zweiten Hälfte des Innings, ging es dann aber anders herum. Eine kurze Schwächephase des Pitchers, nutzten die Tornados, um ihrerseits die Bases zu besetzen. Was die Wirbelwinde konnten, schaffte Heidenheim aber auch, nämlich konzentriert in der Defensive zu Werke gehen. Und so erwischten die HSB-Baseballer zwei der Mannheimer Runner mit einem 6-4-3 Double Play (Shortstop spielt auf 2, second Baseman auf 1, was den Spielpositionen 6 (Shortstop), 4 (2nd Baseman) und 3 (1st Baseman) entspricht).

Im siebten dann gelangte Simon Guehring auf Base, war bereits an der zwei, als Keith Maxwell einen Strike-Out kassierte. Trotzdem erreichte Guehring auch noch die dritte Base, aber zwei weitere Strike-Outs später, hatte Heidenheim immer noch nichts zählbares auf der Anzeigetafel.

Im neunten Inning dann die letzte Chance. Bei 2 Aus war Simon Guehring am Schlag, wiederum bei Bases Loaded, also Läufern auf allen Bases. Bei 2 Strikes gegen sich, schlug er den Ball zu Shortstop Billy Hess, der sicher auf zwei warf und das vielumjubelte letzte Aus erzwang. Damit stand es in der Serie 1:0 gegen Heidenheim.

Box Scores:

Team 1 2 3 4 5 6 7 8 9 R H E
Heideköpfe 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 10 0
Tornados 0 0 1 0 0 0 0 0 X 1 4 2
Das Scoreboard nach dem ersten Spiel

Das Scoreboard nach dem ersten Spiel

Zweites Spiel

Nach kurzer Pause ging es weiter. Für die Mannschaft der Tornados, stieg Eddie Aucoin auf den Mound, während Heidenheim mit Mike Hartley aufwartete. Im zweiten Spiel dürfen auch Pitcher aus dem Ausland eingesetzt werden, während das im ersten Spiel nicht möglich ist, und so machte sich der junge Aucoin gegen den schon etwas älteren ehemaligen Pitcher verschiedener Major League Teams an die Arbeit.

Allerdings war Eddie wohl noch nicht ganz warm. Gleich der erste Schlag von Ryan Lilly, landete im Outfield und Heidenheim hatte einen Runner in „Scoring Position“, sprich auf der zweiten Base. Da es von dort aus möglich ist, bei einem Basehit bis auf die“Homeplate“ zurückzukehren, spricht man von „Scoring Position“. Und diesmal gelang es den Heideköpfen, endlich zählbares auf dem Scoreboard zu haben. Durch den Basehit von Simon Guehring, der sich den einzigen RBI (Run Batted In) des heutigen Tages verdiente, ging Heidenheim das erste und einzige Mal an diesem Tage in Führung.

Danach war aber Schluss für die Heideköpfe, Eddie Aucoin feuerte die Bälle so herein, dass ausser zwei weiteren Strike-Outs in diesem Inning nichts mehr heraussprang.

Mit starker Defense auf beiden Seiten, ging es weiter bis ins vierte Inning. Kaum ein Runner war auf den Bases zu sehen, die Pitcher dominierten das Duell auf höchstem Niveau. Während Eddie einen Strike-Out um den anderen schaffte (insgesamt 12 in acht Innings), glänzte Mike Hartley mehr mit seinen präzisen und variablen Würfen, die den Battern Mannheims wenig Chancen liessen. Bis dann Marvin Appiah an das Schlagmal trat. Mit voller Wucht, jagte er den Ball aus dem Stadion zum zweiten Homerun des Tages. Bumm-Bumm Baseball aus Mannheim brachte den Ausgleich.

Mike Hartley für Heidenheim

Mike Hartley für Heidenheim

Danach passierte nichts mehr, abgesehen von brillianter Defense auf beiden Seiten, bei der auch mehrere Double Plays heraussprangen. Heidenheim ließ sich einige Male von Aucoin auf den Bases erwischen, der mit präzisen und manchmal auch überraschenden Pick-Offs zwei der gegnerischen Runner aus dem Spiel nahm.

Im siebten Inning schließlich, verließ Mike Hartley den Mound und überliess den Rest Peter Dankerl, der seine Sache ebenfalls gut machte. Gegen Eddie Aucoin, war aber für die Heidenheimer Defense weiterhin so gut wie nichts zu holen. Bis Mannheim dann ebenfalls wechselte und Craig Pycock zur Ablösung schickte.

Heidenheim witterte seine Chance und schaffte auch sogleich ein Single. Ein eher verunglückter Schlag, ließ den Runner auf 2 kommen, während der Batter auf 1 ausgemacht wurde. Simon Guehring erreichte die erste Base durch Hit by Pitch. Keith Maxwell versenkte den Ball im Outfield, aber mehr als wiederum gut gefüllte Bases, war das noch nicht. Craig Pycock war gewaltig unter Druck, nur ein Aus und Bases loaded, musste aber dann erleben, dass das Glück heute wohl auf Seiten der Wirbelwinde war.

Eddie Aucoin für Mannheim

Eddie Aucoin für Mannheim

Ein etwas verunglückter Schlag, blieb praktisch direkt vor dem Catcher liegen. Der machte das „forced out“ auf Home und schaute sich dann genau an, was auf den Bases passierte. Und da passierte einiges. Auf drei versuchte der Runner, kurzfristige Konfusion zu nutzen. Er startete durch, aber der Catcher passte auf und leitete den Ball an Pycock weiter, der Simon Guehring austaggen konnte. Drei aus, Glück gepaart mit Übersicht halten die Tornados im Spiel. Es blieb beim 1:1. Da auch Mannheim nicht mehr punkten konnte, wurde die Entscheidung in Extra-Innings vertagt.

Bei einem sollte es aber dann blieben. Heidenheim gelangen keine Punkte mehr, three up, three down (alle drei durch Strike-Out), garniert mit einigen Diskussionen und bösen Blicken gegen den Base-Umpire, dessen Strike-Zone der Lineup des HSB wohl nicht so zusagte. Dann wechselte das Angriffsrecht, und Mannheim wollte es wissen. Der weite Schlag wurde aber vom Rightfielder aus der Luft gefangen.

Der erste Walk im zweiten Spiel brachte dann einen Runner Mannheims auf 1. Der Steal auf 2 war reine Formsache, mit einem Single, kam der Runner dann auf die 3. Läufer Mannheims auf den Ecken, also am ersten und dritten Base, und Dominik Höpfner kam zum Schlag. Was offensichtlich auch von den Zuschauern nicht erwartet wurde, gelang. Höpfner erwischte den Pitch Dankerls hervorragend und die Heidenheimer Outfielder mussten zuschauen, wie der Ball gerade noch so die hintere Feldbegrenzung erreichte. Ein Walk-Off Singel für Höpfner, brachte die Entscheidung in einem spannenden und hochklassigen Spiel.

Box Scores:

Team 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 R H E
Heideköpfe 1 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1 6 0
Tornados 0 0 0 1 0 0 0 0 0 1 2 8 0

Fazit

Wie hochklassig beide Partien waren, sieht man übrigens auch an der Error-Statistik. Im zweiten Spiel kein einziger auf beiden Seiten, im ersten Spiel unterliefen Mannheim 2 Fehler, während Heidenheim auch dort absolut fehlerlos blieb. Baseball auf höchstem Niveau, Spiele, die von hervorragendem Pitching (Deutschem wie Ausländischem) dominiert wurden, schöne Aktionen in der Defense, drei Homeruns, wirklich eine Werbung für den Sport. Nach zwei spannenden Spielen, konnte man einen klaren Favoriten für dieses badisch-schwäbische Halbfinal-Derby absolut nicht ausmachen. Zwar kristallisieren sich die Tornados mit einer 2-0 Führung in dieser Serie nun als solche heraus, aber beide Spiele hätten ohne weiteres auch anders herum ausgehen können. Die Rückspiele am 23. und eventuell 24. August, versprechen jedenfalls weitere Dramatik.

Die andere Halbfinalserie

Zwischen Regensburg und Solingen, steht es nach den beiden ersten Spielen ebenfalls 2-0. Auch hier, waren beide Spiele heiß umkämpft. Während das erste Spiel aber noch relativ knapp mit 2:0 an Regensburg ging, wurde es im zweiten Spiel schon deutlicher. Hier triumphierte ebenfalls das Team aus der Südgruppe mit 8:3.

Box Scores Spiel 1:

Team 1 2 3 4 5 6 7 8 9 R H E
Alligators 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 3 0
Legionäre 0 0 0 0 0 0 2 0 X 2 7 1

Box Scores Spiel 2:

Team 1 2 3 4 5 6 7 8 9 R H E
Alligators 0 3 0 0 0 0 0 0 0 3 9 2
Legionäre 0 0 0 1 2 0 5 0 X 8 10 0

Spielberichte: tornados.de

Quellen: tornados.de, heidekoepfe.de, legionaere.de, solingen-alligators.com

Heidekoepfe gegen Wirbelwinde: Das Halbfinale

Am Samstag, den 16. August, geht es los in Mannheim, wo die ersten beiden Spiele ausgetragen werden. Die Mannheim Tornados sind Rekordmeister im deutschen Baseball. Während der Saison, haben beide Teams vier mal gegeneinander gespielt. Der Ausgang der Spiele war immer umkämpft, die Spiele teilweise dramatisch. Jede Mannschaft hat dabei zwei Spiele gewonnen.

Die Ergebnisse HDH vs. MAT: 4:5, 4:3, 8:2, 3:5.

Es dürfte also nicht so deutlich ausgehen, wie zwischen Heidenheim und Dormund. Ob es allerdings so dramatisch wird, wie im Viertelfinale der Tornados gegen Paderborn, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedenfalls, dass Mannheim im Viertelfinale mehr Arbeit hatte, als Heidenheim. Aber auch, dass der knappe Erfolg sicher Energien bei den Tornados freigesetzt hat, während Heidenheim gegen Dortmund kaum gefordert war.

Mannheim ist auch deswegen nicht zu unterschätzen, weil die Mannschaft während der Saison stark aufgerüstet wurde. Teilweise hochklassige Spieler wurden eingekauft, um beim Unternehmen deutsche Meisterschaft zu helfen. Die Tornados wollen den Titel und haben dafür eine Menge getan. Fünf Spieler der EU und 2 US-Profis sind die Bilanz. Besonders erwähnenswert dabei, sind der Südafrikaner Justin Lazarus, der allerdings einen britischen Pass hat, und der kanadische Pitcher Paul Watermann, ebenfalls mit britischen Pass ausgestattet. Dazu kommen noch Spieler wie der Pitcher Eddie Aucoin, Short Stop Billy Hess , der Brite Christopher Falls und Craig Pyckock. Und als wäre das noch nicht genug, spielen mit Martin Dewald, Jens Heymer und Marvin Appiah drei aktuelle Nationalspieler im Team der Tornados.

Erstaunlich sind dabei die Werte der Pitcher. Eddie Aucoin (10-3 Wins), Paul Watermann (5-0), Martin Dewald (2-3 Wins, 3 Saves) und Craig Pyckock (1-1 Wins, 2 Saves) haben zusammen nicht einmal zwei Runs pro Spiel erlaubt. Alle haben einen ERA zwischen 0.82 und 1.91.

Dem Gegenüber, steht die geballte Batting-Power der Heidenheim Heideköpfe, die vor allem mit Ryan Lilly, Keith Maxwell und Simon Guehring wirkliche Experten am Schläger in ihrer Mannschaft haben. In den letzten Spielen, war aber die Batting Order insgesamt immer sehr schlagstark. Beide Mannschaften haben ihre Stärken, deswegen ist es auch schwer, einen Favoriten zu benennen.

Peter Dankerl, der sich in Dortmund leicht verletzt hatte, scheint wieder fit zu sein und wird von Coach Mike Hartley deswegen in Spiel 1 als Starter aufgeboten werden, während in Spiel 2 der Trainer selbst zu Anfang das Pitching übernehmen wird. Außerdem baut Hartley auf Markus Winkler, Hagen Rätz und Sam Whitehead als Reliefer.

Vor allem Mike Hartley als ehemaliger Pitcher in den Major Leagues, und Markus Winkler, der in der Nationalmannschaft spielt, sind dabei nicht zu unterschätzen. Trotzdem ist Georg Bull, der Trainer der Mannheim Tornados, zuversichtlich, dass die Mannschaft der Heideköpfe in der Defensive nicht unschlagbar sein wird. Mehr Sorgen, macht er sich da schon um die Schlagreihenfolge der Truppe aus Heidenheim, die durchaus versteht, den Schläger zu führen und immer für Punkte gut ist.

Spielbeginn ist um 13:00 Uhr auf dem Roberto Clemente Field in Mannheim (Anfahrtsplan).

Gleichzeitig findet in Regensburg das zweite Halbfinale statt. Die Buchbinder Legionäre, treten im heimischen Ballpark gegen die Solingen Alligators an. Spielbeginn dort ist ebenfalls 13:00 Uhr, nähere Informationen dazu gibt es auf den Seiten der beteiligten Mannschaften: Regensburg Legionäre vs Solingen Alligators

Quellen: Heidenheim Heidekoepfe Mannheim Tornados

Halbfinale DM: Heideköpfe gegen Mannheim!

Keith Maxwell haut ihn raus

Keith Maxwell haut ihn raus

Die Entscheidung in Paderborn ist gefallen. Nach grandiosem Kampf, gewinnen die Tornados gegen Paderborn denkbar knapp in Spiel 5 mit 9:8. An den beiden anderen Spieltagen, ging jeweils ein Spiel an die Tornados und eines an die Untouchables, so dass ein fünftes Spiel nötig wurde. Wegen Regens begann die fünfte Partie 15 Minuten später, der Spannung tat dies aber keinen Abbruch.

Ende des achten Innings war Paderborn noch 8:7 in Führung. Im neunten Inning gelang Mannheim aber der Ausgleich zum 8:8, und das obwohl im achten Inning Jens Heymer, nachdem er sich mit dem Plate Umpire angelegt hatte, des Feldes verwiesen wurde.  Billy Hess kam zum Schlag und brachte durch ein RBI-Single Dominik Höpfner nach Hause. Nachdem Paderborn durch einen Hit-by-Pitch dann im neuten Inning noch einmal ans erste Base kam, brachte der Trainer Mannheims den Closer Martin Dewald, der den Sack dann endgültig zumachte.
Box Scores:

Team 1 2 3 4 5 6 7 8 9 R H E
Tornados 3 0 1 1 0 0 2 0 2 9 13 2
Untouchables 5 1 1 0 1 0 0 0 0 8 10 1

Am 16. August, werden die Heideköpfe nun ins Robert Clemente Field nach Mannheim fahren, um dort gegen die Tornados anzutreten. Am 23. August geht es dann weiter mit Playoff-Baseball aus dem Heideköpfe Ballpark, wenn es endgültig um den Einzug in das Finale der deutschen Meisterschaften geht.

Die Heideköpfe gewannen bei besten klimatischen Bedingungen gegen die Dortmund Wanderers überzeugend mit 10:1. Mit teilweise hochklassigem Baseball, sowohl defensiv, als auch offensiv, war von Anfang an klar, wer der Herr im New Heideköpfe Ballpark ist.

Sehenswerte Double Plays unter Beteiligung der ehemaligen Minor Leaguers Ryan Lilly und Keith Maxwell, unterstrichen die defensive Stärke der Gastgeber. Starkes Pitching tat ein übriges. Als Starter trat zunächst Markus Winkler für das Team der Gastgeber an, im siebten Inning wurde dann Hagen Rätz eingesetzt, der das Spiel sicher zu Ende brachte und sich somit das Save sicherte. Der Win geht an Markus Winkler, der Loss an Rene Herlitzius von den Dortmund Wanderers.

Markus Winkler hat alles im Griff

Markus Winkler hat alles im Griff

Der Einzug ins Halbfinale, stand so eigentlich fast von Beginn an fest.

Bereits im ersten Inning, konnten die Heideköpfe mit zwei Punkten ein erstes Zeichen setzen. Im dritten Inning starteten die Gastgeber dann richtig durch. Mit einigen harten Basehits, brachten sie drei weitere Runs zum zwischenzeitlichen 5:0 über die Platte und sammelten danach eifrig weiter Punkte, während die Gegner aus Dortmund wenig dagegen zu setzen hatten. Vor allem Keith Maxwell und Simon Guehring überzeugten durch gute Schlagleistungen, aber auch der Rest der Heidenheimer Offensive brachte das Team des HSB auf dem Weg in die nächste Runde deutlich weiter.

7th Inning Stretch mit Heiko

7th Inning Stretch mit Heiko

Gute Aktionen in der Defensive, machten dann in den letzten Innings alles klar. Ryan Lilly feuerte so im siebten Inning den Ball auf Keith Maxwell, der ihn sicher unter Kontrolle brachte und so das zweite Double Play des Tages unter Dach und Fach brachte. Im achten Inning, konnte Ryan Lilly einen nicht ganz einfachen Ball erlaufen und aus einer Position zwischen zweiter und dritter Base in Richtung erste Base feuern. So schickte die Verteidigung immer wieder Dortmunds Schlagleute zurück auf die Bank.

Dortmund hätte am Schluss schon noch ein Wunder gegen die hervorragend aufgelegte Mannschaft aus Heidenheim gebraucht. Aber das blieb aus, und so ging das Spiel und somit auch das gesamte Viertelfinale an Heidenheim.

Box Scores:

Team 1 2 3 4 5 6 7 8 9 R H E
Wanderers 0 0 0 1 0 0 0 0 0 1 3 4
Heideköpfe 2 0 4 0 0 0 1 3 X 10 15 0

Am 16. August, werden die Heideköpfe gegen den Sieger aus diesen Begegnungen antreten, und zwar zunächst auswärts. Am 23. August, geht es dann weiter mit Playoff-Baseball aus dem Heideköpfe Ballpark, wenn es endgültig um den Einzug in das Finale der deutschen Meisterschaften geht.

In den weiteren Viertelfinalspielen, gewann Regensburg gegen die Cardinals aus Köln mit 11:5 und führt damit in der Serie uneinholbar mit 3:0. Regensburg hat sich damit ebenfalls für das Halbfinale qualifiziert. Außerdem konnten sich die Solingen Alligators im letzten Viertelfinale gegen die Mainz Athletics durchsetzen. Nachdem am letzten Wochenende jedes Team je ein Spiel gewonnen hatte, konnte sich diesmal Solingen in beiden Spielen durchsetzen und zieht mit 3:1 Siegen ins Halbfinale ein.