Nervöser Saisonauftakt

von Johannes Knuth 

Der Holzschläger, mit dem die Baseballer versuchen, einen kleinen Ball zu treffen, ist nicht viel mehr als fünf Zentimeter breit. Wer jetzt noch bedenkt, dass der Ball dem Schlagmann mit einer Geschwindigkeit über 100 Stundenkilometer entgegenfliegt, wird verstehen, dass die Trefferquote beim Baseball nicht gerade sehr hoch ist. Die Hawks haben daher zuletzt sehr oft geübt, schnell heransausenden Bälle zu treffen, wer viele Bälle trifft, erzielt viele Punkte. Im ersten Spiel der Saison am Samstag erwischten sie die Bälle von Deggendorfs Werfer Matthias Nebl trotzdem selten richtig gut. Nebl erreichte mit seinen Würfen sehr viel weniger als 100 Stundenkilometer, das reichte bereits, um das Timing der Hawks-Angreifer gehörig durcheinander zu bringen. Bis kurz vor Spielende führte Deggendorf mit 4:3, Tübingens Trainer Wesley Blunt befürchtete Schlimmes: „Ich stand kurz vor einem Herzinfarkt.“ Weiterlesen

Niederlage im ersten Heimspiel

Ball im Handschuhvon Thomas Mayer

16:6 – eine eindeutige Angelegenheit für Aufstiegsfavorit Villingendorf Cavemen und absolute Chancenlosigkeit beim Gegner könnte man meinen. Doch im Grunde war es nur ein Spielabschnitt, der am vergangenen Sonntag (8.5.) im MTV-Stadion bei hochsommerlichen Temperaturen das Pendel zu Gunsten der Gäste aus dem Schwarzwälder und damit gegen die gastgebenden MTV Aalen Strikers ausschlagen ließ. Weiterlesen

Legionäre sind deutscher Meister

Fünf Spiele hat es gedauert, aber am Ende haben sich die Regensburg Legionäre im fünften Spiel gegen Heidenheim mit 10-4 gewonnen. Nach den ersten beiden Spielen sahen sie ohnehin schon wie der sichere Sieger aus. Beide wurden in der Armin-Wolf-Arena in Regensburg gespielt und gingen an die Hausherren, das erste Spiel mit 2:0, das zweite dann denkbar knapp mit 7-6. Und gerade in diesem zweiten Spiel, mussten die Legionäre auch kämpfen, um die sichere Führung in die Pause zu retten, die sich durch den Auftritt der Heideköpfe im CEB-Pokalfinale ergab.

Den Schwung aus den Final Four, nutzten die Heideköpfe auch aus und holten sich Spiel 3 und 4. Im heimischen Heideköpfe Ballpark, gewannen sie die erste Partie mit 9-5, nachdem die Legionäre bereits mit 4-0 in Führung lagen und sich schon Hoffnungen auf den Sweep machen konnten.  Auch im zweiten Spiel ließen sich die Heideköpfe die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. 4-0 für die Hausherrn stand am Ende auf der Anzeigetafel, die Serie war wieder ausgeglichen, aber für das entscheidende fünfte Spiel mussten die  Heideköpfe wieder nach Bayern reisen. Und dort waren die Legionäre die stärkeren Gegner. Und dabei sah es erst gar nicht dabei aus, denn diesmal war es umgekehrt. Heidenheim ging mit 4-0 in Führung und setzte Regensburg mächtig unter Druck. Die ließen sich aber nicht aus der Ruhe bringen und schafften nicht nur den Ausgleich, sondern auch gleich noch sechs weitere Punkte. Am Ende stand ein deutliches 10-4 auf der Anzeigetafel und Regensburg konnte sich den zweiten Titel eines deutschen Meisters in ihrer Vereinsgeschichte sichern.

Heideköpfe knapp an europäischer Baseballkrone gescheitert

Erst im Endspiel mussten sich die Heideköpfe bei den Final Four geschlagen geben. Bis dahin hatten sie ausgezeichnet gespielt und Telemarket Rimini aus Itailen mit 4-1 geschlagen. Danach wartete eine weitere Mannschaft aus Italien, nämlich der italienische Meister aus Bologna auf die Heideköpfe.

Fortitudo war klarer Favorit, denn natürlich verfügen die Italiener über ein Budget, von dem der deutsche Meister des Jahres 2009 nur träumen kann. Trotzdem war das Spiel lange Zeit ausgeglichen. Im zehnten Inning dann der erste Punkt des Spiels, und er ging an die  Heideköpfe. Eine Führung von 1-0 und nur noch drei aus, dann wäre die Sensation perfekt gewesen. Aber Bologna hatte Glück und schaffte nicht nur den Ausgleich, sondern auch im selben Inning noch das 2-1 gegen Heidenheim, die damit Vizemeister im CEB-Finale wurden und die Überraschung knapp verpasst hatten.

Trotzdem kann der Vertreter aus Deutschland sehr zufrieden sein. Vor den Heideköpfen hatte sich noch keine Mannschaft aus Deutschland für die Final Four qualifiziert und für das Finale natürlich erst recht nicht.

Deutschland holt Bronze bei Baseball-EM

Im letzten Spiel bei dieser EM, ging es für Deutschland gegen Schweden um die Bronzemedaille. Und es begann gut, denn bereits im zweiten und dritten Inning, brachte Deutschland Punkte aufs Scoreboard. 2-0 gingen sie in Führung und standen defensiv auch weiterhin so sicher, dass die Schweden um den ehemaligen Profi der Major Leagues, Dennis Cook, nicht zu punkten kamen. Im sechsten Inning startete Deutschland dann den entscheidenden Angriff. Drei Punkte machten sie und bekamen dann noch einen vierten geschenkt. Der Schiedsrichter an der dritten Base wertete eine Bewegung des Pitchers der Schweden als nicht akzeptabel und gab einen „Balk“. Damit durfte Deutschland kampflos auf die Homeplate und hatte danach sogar noch einen Spieler auf der zweiten Base stehen. 6-0 lagen sie bereits in Führung.

Dennis Cook gefiel der Balk-Call überhaupt nicht. Er stürmte aufs Feld und begann, den Schiedsrichter Kulhanek aus Tschechien aufs übelste zu beschimpfen. Der verstand offensichtlich genau, was Cook so sagte, und warf ihn vom Spielfeld. Nach einigen weiteren Momenten, in denen der streitbare Amerikaner seinen Auftritt hatte und deutlich machte, dass der Pitcher Schwedens seinen Fuß nicht in Richtung der Homeplate gesetzt hatte und deswegen der Pick-Off Versuch durchaus legal war, verließ er schließlich den Platz. Geändert hätte es aber wohl auch nichts mehr, zu überlegen war die deutsche Nationalmannschaft an diesem Samstag in Stuttgart.

Zwei weitere Punkte brachte Deutschland dann noch im siebten Inning aufs Scoreboard und ging mit 8-0 in Führung, die sie auch bis zum Schluss sichern konnten.

Bereits am Morgen, schaffte Italien gegen eine Niederländische B-Mannschaft einen 11-3 Sieg. Zwei Homeruns von Ramos Gizzi stellten den Höhepunkt in einem Spiel dar, in dem die starke Offensive der Italiener gegen die starke Defensive der Niederlande deutlich die Oberhand behielt.

In einem weiteren Spiel, spielte Griechenland gegen Frankreich um den fünften Platz im Turnier. 14-5 für Griechenland war der Endstand, so dass die Finaltabelle jetzt so aussieht:

  1. Italien 4-1
  2. Niederlande 4-1
  3. Deutschland 3-2
  4. Schweden 2-3
  5. Griechenland 2-3
  6. Frankreich 0-5

Damit stehen Italien und die Niederlande als die beiden stärksten Mannschaften aus der Finalrunde im Endspiel, das am morgigen Sonntag ab 14:00 Uhr in Stuttgart ausgetragen wird.

Deutschland verliert knapp gegen Italien 6-8

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Großbritannien – Tschechien (STU) 4-8

Das Spiel war noch wichtig, weswegen es nicht einfach abgesagt wurde. Entscheidend  hierbei: Wer das Spiel gewinnt, ist direkt für die nächste Baseball-EM qualifiziert. Das hat Tschechien damit geschafft.

Schweden – Frankreich (STU) 3-2

Schweden dürfte hier das Turnier ihres Lebens spielen. Die Siegesserie geht weiter.

Italien – Frankreich (STU) 9-2

Italien hat mit diesem Sieg nun ebenfalls 2 Siege bei 1 Niederlage auf dem Konto. In der Tabelle der Finalrunde, liegt damit immer noch das Team der Niederlande vorn, die augenscheinlich ihr Spiel gegen Griechenland auch gewinnen werden. Dahinter folgen mit Deutschland, Schweden und Italien drei Mannschaften mit 2-1 Siegen. Diese drei werden die Finalteilnahme unter sich ausmachen, denn Griechenland und Frankreich dürften sich mit den beiden Niederlagen wohl aus dem Rennen um den Titel verabschiedet haben.

Griechenland – Niederlande (HEI) 10-0

Die Niederlande bauen damit ihre Führung aus und liegen mit 3 Siegen bei keiner Niederlage an der Spitze der Finalrundentabelle.

Niederlande – Schweden (HEI) 15-0

Nach fünf Innings war es bereits vorbei. Die Niederlande besiegen Schweden sehr deutlich. Aber die Tre Kronas hatten auch das Pech, dass sie nach ihrem ersten Spiel in Stuttgart erst noch nach Heidenheim fahren mussten.

Italien – Deutschland (STU)

Fast hätte es geklappt. Noch im siebten Inning, war Deutschland 6-4 in Führung. Aber in der zweiten Hälfte das achten, änderte sich die Situation und es ist schade, dass eine kurze Unpässlichkeit der deutschen Verteidigung den Italienern den Weg ebnete. Denn bei italienischen Runnern auf dem ersten und zweiten Base und einem Bunt des italienischen Angreifers, entschied sich die Verteidigung für einen Spielzug auf drei. Ein „forced Play“, der Runner von zwei wäre also bereits aus, wenn der Spieler mit dem Ball im Handschuh auf der Base steht, bevor der Runner angekommen ist. Aber dazu sollte es gar nicht mehr kommen, denn der Wurf war zu niedrig angesetzt. Er trudelte unter dem Handschuh des Feldspielers durch und rollte ins Outfield, wo er von Sasha Lutz aufgenommen wurde. Aber auch sein starker Arm konnte nicht verhindern, dass Italien zwei Punkte draus machte und der ursprüngliche „Bunter“ die dritte Base erreichte.

Schade, denn bis dahin hatte sich Deutschland wirklich den Respekt nicht nur des Publikums, sondern auch des  Gegners erarbeitet. Italien war sichtlich beeindruckt, dass die deutschen ständig wieder zurück kamen und obwohl sie immer wieder in Rückstand gerieten, unverdrossen wieder in Führung gingen. Aber nach diesem Fehler gelang es Deutschland nicht, die Angreifer schnell auszumachen. Und so kamen noch zwei weitere Spieler nach Hause. Hätte man den „einfachen“ weg auf 1 gewählt, dann wäre vielleicht gar nichts passiert. Aber hinterher ist man immer schlauer und den Spieler gebührt der Respekt dafür, dass sie es versucht haben. Hätte es geklappt und der Spieler wäre aus gewesen, dann wäre Italien auf 1 und 2 gestanden und es wäre gar nichts passiert. So ging es schief und das passiert halt auch mal, wenn man ein Risiko eingeht. Im neunten Inning, mit zwei Punkten Rückstand und einem starken italienischen Pitcher, war der Widerstand dann gebrochen. Es mochte auch eine Rolle gespielt haben, dass der Schiedsrichter einen eigentlich zu hohen Ball, der dazu auch noch Inside war, als dritten Strike gegen den ersten Batter gegeben hat. Und deshalb Sasha Lutz später auf einen eigentlich ebenfalls viel zu hohen Ball schwang, was ihm den dritten Strike einbrachte. Mit zwei aus, war dann wenig zu machen. Das dritte erfolgte ebenfalls durch Strike-Out und markierte das Ende eines Spieles, in dem irgendwie mehr drin war. Das Finale ist damit in weite Ferne gerückt. Für Deutschland kann es nun morgen gegen Schweden nur noch darum gegen, sich den dritten Platz zu sichern. Und Italien ist vermutlich auf dem Weg dorthin, wo die Niederlande bereits angekommen sind: Ins Finale.

Deutschland schlägt Griechenland, Schweden gewinnt gegen Italien

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In Stuttgart:

Schweden – Italien 3-2

Schweden schlägt Italien und qualifiziert sich damit ebenfalls noch für die Zwischenrunde. Leidtragende sind somit die Spanier, die die letzten Tage auf dieses Ergebnis warten mussten und sich bei dieser Konstellation natürlich berechtigte Hoffnungen auf einen Einzug in die Zwischenrunde machen konnten. Es hat nicht sollen sein, dafür hat Italien nun – wie Deutschland auch – eine Bilanz von 1-1. Genauso, wie Schweden und Griechenland … Nur Frankreich liegt mit 0-2 schon etwas zurück und die Niederlande mit 2-0 vorne.

Italien – Frankreich (verlegt auf Freitag)

Italien spielt auf jeden Fall gleich direkt (gegen 14:30) gegen Frankreich weiter im Spiel des ersten der Gruppe B gegen den dritten aus Gruppe A.

Deutschland – Griechenland 17-8

Spannendes Spiel in Stuttgart, bei dem die Deutschen Charakter beweisen müssen. Zwischenzeitlich liegt Griechenland mit 4-3 in Führung, dann holen sie einen 4-8 Rückstand zum kurzfristigen Ausgleich im siebten Inning auf, um dann im selben Inning noch das 9-8 für Deutschland hinnehmen zu müssen. Im achten Inning macht Griechenland keine Punkte, beim Angriff der deutschen Mannschaft schließlich brechen alle Dämme. Bei zwei Aus, kommen die nächsten acht Schlagleute wieder zu Hause an. Darunter auch ein Base-Clearing Double und ein Homerun. Endstand ist damit 17-8, weil Griechenland im letzten Inning zwar noch einmal die Bases füllen kann, aber dann mit einem sehenswerten Double Play das Spiel von der deutschen Verteidigung gewonnen wird.

In  Heidenheim:

Niederlande – Schweden (verlegt auf Freitag)

Die Niederlande müssen noch einmal in Heidenheim spielen. Für Schweden kommt es Knüppeldick. Nachdem sie nämlich das Spiel gegen Italien gewonnen haben, dürfen sie sich in den Bus setzen um kurze Zeit später gegen die Niederlande in Heidenheim anzutreten. Zuerst Italien, dann Niederlande. Ein einfaches Programm ist das jedenfalls nicht. Für Deutschland, ist das aber eigentlich gut. Denn wenn sowohl Niederlande als auch Italien mit zwei Siegen bei null Niederlagen vor der deutschen Nationalmannschaft mit einer Bilanz von 1-1 gestanden hätten, wäre das Finale fast schon unerreichbar gewesen. So muss man „nur“ noch drei Spiele gewinnen. Was theoretisch auch passieren kann.

Baseball-EM im TV

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Wie schon die WM, sind auch Bilder der Baseball-EM im Fernsehen zu sehen. Das fängt allerdings erst heute (Donnerstag, 29.7.2010) so richtig an. Livebilder soll es zwar auch geben, aber die Sendezeiten von Eurosport 2 lassen vermuten, dass es eher um Zusammenfassungen und Aufzeichnungen vom Tage gehen wird. So umfassend, wie bei der WM, ist die Berichterstattung leider nicht. Besonders ärgerlich ist eigentlich, dass man nicht mal das Finale Live übertragen wird – während man natürlich das Finale der zeitgleich stattfindenden EM im American Football am Samstag Abend Live überträgt. Dabei sollte man bedenken, dass Eurosport 2 ein Pay-TV Kanal ist und sicher viele Baseballfans bei der WM zugeschlagen haben und sich den wegen Baseball überhaupt erst abonniert haben. Bisher hat es sich – abgesehen von der WM – noch nicht wirklich gelohnt.

Nachdem das erste Spiel am letzten Freitag bereits im TV zu sehen war, gab es von der Vorrunde keine Bewegtbilder mehr zu sehen. Was ich persönlich eigentlich schwach finde, nicht mal in den Eurosport 2 News sind Bilder der Veranstaltung zu sehen gewesen. Das wird sich die nächsten Tage aber ändern. Hier die Programmvorschau von Eurosport 2 der nächsten Tage:

http://tv.eurosport.de/

Baseball am Donnerstag:

20:21 Deutschland – Griechenland (Live?)

21:30 Italien – Frankreich (Aufzeichnung vom Tage aus Stuttgart)

Baseball am Freitag:

21:00 EM 2010 in Baden-Württemberg – Spiel der Zwischenrunde (Aufzeichnung vom Tage)

22:30 EM 2010 in Baden-Württemberg – Spiel der Zwischenrunde (Aufzeichnung vom Tage)

Baseball am Samstag:

12:00 Hauptrunde, 3. Spieltag: Deutschland – B3 (Stuttgart – Live)

18:00 Hauptrunde, 3. Spieltag: Niederlande-Italien (Stuttgart – Aufzeichung vom Tage)

Baseball am Sonntag:

17:30 Das Finale (Aufzeichnung vom Tage – Stuttgart)

Deutschland verliert letztes Spiel der Vorrunde

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Heidenheim – Nach vier Siegen in den ersten vier Partien der Gruppe A bei den Baseball-Europameisterschaften in Stuttgart, Heidenheim und Neuenburg, gab es gestern die erste Niederlage für die Mannschaft um Greg Frady. 0-3 stand am Ende auf dem Scoreboard und so knapp, wie das Ergebnis vermuten lässt, war es auch tatsächlich. Denn auch Deutschland hatte durchaus Chancen, aufs Scoreboard zu kommen.

Ein Faktor bei dem Spiel, war auch das Wetter. Im siebten Inning schlug es zu, das Tief Silke, und sorgte für eine längere Unterbrechung, die offensichtlich die Mannschaft der Niederlande besser vertrug, als die aus Deutschland. Denn sie kamen aus den Kabinen und machten zwei ihrer drei Punkte in der zweiten Hälfte des siebten Innings, direkt nach der Regenpause, als die Mannschaft des Gastgebers für einen Augenblick nicht aufpasste.

Das Spiel fand für 1200 Zuschauern in Heidenheim statt. Während der 90 minütigen Regenunterbrechung, konnte man interessantes beobachten, denn die Mannschaft aus Deutschland half der Ground Crew dabei, das Spielfeld wieder bespielbar zu bekommen. Denn diese Chance, die sich da unerwartet bot, die wollte man schon nutzen. Zu verdanken war das unter anderem dem deutschen Pitcher Tim Henkenjohann, der die gegnerischen Schlagleute gut im Griff hatte. Währenddessen, wartete die Mannschaft der Niederlande im eigenen Dugout auf den Abbruch des Spiels. Der kam aber nicht, gegen 21:15 konnte die Partie fortgesetzt werden, aber mit dem bekannt negativen Ausgang für die Mannschaft aus Deutschland. Im entscheidenden Augenblick, hatten die Niederlande die klareren Basehits und das war letztendlich ausschlaggebend.

Zuvor hatte Deutschland bereits vier Partien siegreich bestreiten können und war zusammen mit den Niederlanden und Italien die einzige Mannschaft, die noch ungeschlagen war. Zum Auftakt wurde die Ukraine mit 10:0 besiegt. Das zweite Spiel gegen Tschechien, ging etwas knapper 6-2 für Deutschland aus. Gegen Belgien gab es im dritten Spiel dann ein 8-4. Das vierte Spiel hätte eigentlich schon das gegen die Niederlande sein sollen, aber der Regen verhinderte die erste Auflage des Spitzenspiels in dieser Gruppe. Und so wurde das eigentlich letzte Spiel einen Tag später zum vorletzen Spiel. Gegen Frankreich ging es, und es entwickelte sich die spannendste Partie des Spiels. Deutschland verspielte eine 5-1 Führung und lag zwischenzeitlich schon 5-9 zurück, ehe sie auf 9-9 ausgleichen konnten. Ein Homerun von Robert Gruber, brachte schließlich die Entscheidung zum 10-9 für Deutschland. Mit der Niederlage gegen die Niederlande, wurde die Vorrunde schließlich abgeschlossen, für Deutschland mit dem Ergebnis von vier Siegen und einer Niederlage auf dem zweiten Platz der Gruppe A.

Das nächste Spiel in der Zwischenrunde, wird gegen den zweiten der Gruppe B ausgetragen werden. Das Spiel gegen Griechenland, findet am Donnerstag, den 29.7.2010 um 19:00 Uhr in Stuttgart statt.

Heideköpfe bei „European Cup Final Four“

Die Champions Leage des Baseball, könnte man sie nennen. Die „Final Four“, das sind die letzten vier Teams, die die Qualifikationsturniere bestanden haben. Gespielt wurde in zwei Gruppen, in Rotterdam qualifizierten sich letztendlich die Mannschaften Telemarket Rimini aus Italien und T&A San Marino aus San Marino. Der niederländische Meister Door Neptunus wurde nur vierte, noch hinter den Tenerife Marlins aus Spanien.

In der anderen Gruppe in Brünn traten neben dem deutschen Meister aus Heidenheim auch noch starke Mannschaften wie Fortitudo Bologna aus Italien und die Konica Minolta Pioneers aus den Niederlanden an. Dazu noch Draci Brno aus Tschechien, der spanische Vertreter C.B. Sant Boi und die Rouen Huskies aus Frankreich. Allesamt starke Teams, von denen einige schon im Vorjahr den Regensburg Legionären Ärger bereitet hatten.

Auch Heidenheim hatte es nicht leicht, denn gleich in der ersten Partie wartete die starke Mannschaft aus Bologna, die auch Favorit des Turniers war. Nach ihrem ersten Sieg gegen die Pioneers aus Holland, war die Mannschaft aus Italien auch entsprechend motiviert. Davon ließ sich Heidenheim zunächst aber nicht beeindrucken. Bereits der Lead-Off Batter Chris Beck versenkte ein Triple im Outfield und punktete dann durch den folgenden Basehit von Johannes Schäffler. Dusty Bergman auf dem Mound war ein Garant für starke Defensivleistungen, er hielt die Batter aus Italien lange Zeit unter Kontrolle. In den ersten sechs Innings, kamen die Italiener so nur zu zwei Basehits. Heidenheim hingegen schaffte es sogar, mit 2-0 in Führung zu gehen, Hagen Rätz scorte auf einen Basehit von David Füßer hin und setzte die Italiener weiterhin unter Druck. Nach sechs Innings in Führung, da war ein Sieg gegen den Favoriten schon in greifbarer Nähe. Aber ein Baseballspiel ist erst zu Ende, wenn der letzte Gegner ausgemacht wurde. Im Siebten Inning hatte sich Bologna langsam auf den starken Pitcher aus den USA eingestellt. 4-2 lautete so das Ergebnis nach sieben Innings, Bergman musste den Mound verlassen. Almstetter ließ im achten Inning keine weiteren Runs zu, Hagen Rätz zum Abschluss musste aber noch vier weitere Punkte hinnehmen. Heidenheim gelang noch ein Punkt zum Endstand von 8-3 für Bologna, nahm das starke Spiel aber als Aufmunterung für die weiteren Aufgaben mit.

Im zweiten Spiel ging es gegen die „Heim-Mannschaft“ aus Brünn. Auch hier gelangen die ersten Punkte bereits zu Beginn, mit 2-0 lag Heidenheim bereits in Führung, als nichts mehr zu funktionieren schien. Mit den Calls des spanischen Umpires haderte man bald ebenso, wie mit der eigenen Defensive und so ging Brünn mit 6-2 in Führung, bevor wieder Ruhe in die Partie kam. Nachdem die  Heideköpfe ihre Defense wieder im Griff hatten, gelangen auch in der Offense wieder regelmäßig Punkte und so konnten sich die Heideköpfe am Ende über den ersten Sieg freuen, 10-7 lautete der Endstand eines Spiels, das übrigens live im tschechischen Fernsehen übertragen wurde.

In der dritten Partie ging es gegen die starke Mannschaft aus Frankreich. Die Rouen Huskies hatten bereits in letzten Jahr die Regensburg Legionäre stark unter Druck gesetzt. Diesmal lag der erste Schlag auf Seiten des deutschen Meisters. Simon Guehring eröffnete die Partie mit einem Homerun, der allerdings sofort gekontert wurde. Der Punkt schien allerdings eher den Heideköpfen gut zu tun, denn bereits im zweiten Inning ließen sie es krachen. Sechs weitere Punkte, eine 7-1 Führung und sie hatten immer noch nicht genug. Peter Dankerl setzte Frankreich mit seinen Pitches unter Druck und erlaubte keine besonderen Schläge, währen die Offense der Brenztäler auf Hochdruck operierte. Beim Stand von 20-7 wurde das Spiel schließlich nach 7 Innings zugunsten der Heideköpfe abgebrochen. Nicht weniger als sieben Homeruns standen auf Seiten der Heidenheimer zu Buche.

Spiel vier wurde mit Martin Dewald auf dem Mound gestartet. Es ging gegen den spanischen Vertreter aus Sant Boi. Und die Mischung aus überragendem Pitching und excellenter Defensive, erwiese sich einmal mehr als Schlüssel zum Sieg. Die Heideköpfe hatten im zweiten Inning Mitch Weigl auf der dritten  Base und gingen volles Risiko. Von Mike Hartley kam das Zeichen zum Steal, was die Spanier so überraschte, dass Weigl am Homeplate save war und es 1-0 für Heidenheim stand. Die Spanier reagierten verunsichert und erlaubten mehrere Walks, in der Folge Heidenheim den zweiten Punkte erzielen konnte. Erst im siebten Inning gab es wieder zählbares, als der Ball dank Simon Guehring aus dem Stadion befördert wurde. Ein Double von Brandon Taylor brachte die Spanier endgültig ins Wanken, sie wechselten den Pitcher, der aber nicht glücklicher agierte. Nachdem Taylor die dritte Base gestohlen hatte, bedeutete der anschließende Basehit durch Robert Gruber einen weiteren Punkt für die Heideköpfe. Gruber besorgte dann höchstpersönlich den fünften Punkt, als er einen Fehler der gegnerischen Verteidigung ausnutzte. Im achten Inning erhöhte die Mannschat aus dem Brenztal schließlich auf 8-0 und musste nur noch einen Punkt hinnehmen, der aber nichts mehr änderte. Drei Siege aus vier Spielen, der deutsche Meister schnupperte an einer weiteren „Dienstreise“, diesmal zum Final Four nach Barcelona. Zuvor musste aber noch ein Spiel siegreich bestritten werden, und das war nun wirklich schwer. Denn es wartete der zweitplazierte der holländischen Liga, die Konica Minolta „Hoofdorp“ Pioneers.

Dusty Bergman war der starting Pitcher auf Seiten der Heideköpfe, der die Mannschaft aus Holland gut im Griff hatte. Ein Double für Chris Beck und ein Base Hit für Hagen Rätz brachten andererseits die Heideköpfe bereits zu Beginn mit 1-0 in Führung. Auch Brandon Taylor hatte einen gute Tag erwischt und schlug einen Homerun, mit dem die Heideköpfe auf 3-0 erhöhten. Aber die Pioneers stellten sich wesentlich schneller auf den Pitcher der Heideköpfe ein, als diesen lieb sein konnte. Im dritten Inning brachten zwei Doubles der Holländer bereits den Anschlusstreffer zum 3-1. Mit einem Doubleplay, das von Hagen Rätz ausging, wurden die Pioneers dann aber wieder auf die Bank geschickt, bevor schlimmeres geschehen konnte. Die Offense der Heideköpfe mit einem Double von Mic Weigl und einen Hit von Johannes Schäffler, sorgte dann aber gleich dafür, dass der alte Abstand wiederhergestellt wurde. Markus Winkler wurde dann bereits im sechsten Inning für den Starter Bergman eingesetzt. Und sofort begann sich das Blatt zu wenden, auch begünstigt durch einen Fehler in der Heidenheimer Defense, kamen die Pioneers auf 4-3 heran. Im siebten Inning mussten die Heideköpfe dann gar den Ausgleich hinnehmen, als ein Walk bei Bases Loaded praktisch kampflos Holland nach Hause brachte. Martin Dewald übernahm nun den Mound, mit einem Groundout schaffte er das dritte aus.

Aber die Heideköpfe hatten nun Blut gerochen. David Füßer erreichte durch Basehit die erste Base. Chris Beck übernahm und schaffte einen Homerun, mit dem Heidenheim auf 6-4 erhöhen konnte. Das war es aber noch nicht, denn die starken Holländer ließen nun ihrerseits drei Runs im achten Inning folgen. 7-6 stand es nun für den holländischen Vertreter und die Heideköpfe standen mit dem Rücken zur Wand. Mic Weigl nahm erst einmal den Druck heraus, indem er ein Double schlug. Johannes Schäffler schaffte ein Single, aber Weigl strandete an der drei. Runner auf den Ecken und noch kein Aus, eine klare Chance für die Heideköpfe. Hartley griff in die Trickkiste und ließ einen Bunt folgen. Weigl war zuvor durch den Pinchrunner Felix Stahlecker ausgewechselt worden, der nun zum 7-7 Ausgleich nach Hause lief. Danach Pech für Heidenheim, ein Schlag von Rätz landete genau im Handschuh des First Baseman, der keine Mühe hatte, auf die Base zu treten und damit Füßer ebenfalls auszumachen. 2 Aus und 7-7. Das sah nicht gut aus.

Simon Guehring ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Ihm gelang kein glücklicher Schlag, aber es reichte immerhin aus, den Third Baseman der Pioneers aus dem Tritt zu bringen. Der warf überhastet und verfehlte die erste Base – Guehring war save und Schäffler zwischenzeitlich zum 8-7 über die Homeplate gelaufen. Robert Grubers Basehit brachte Heidenheim dann mit 10-7 in Führung. Die Pioneers, die sich nach der 7-6 Führung bereits als Sieger gesehen hatten, erholten sich davon nicht mehr und verloren schließlich eine spannende Partie. Heidenheim als zweitplazierter der Gruppe aus Brünn fährt damit zu den „European Cup Final Four“ Ende September in Barcelona.