Das Baseballmagazin für Baden-Württemberg

Defense

Wie man einen Runner „aus“ macht

Ball im Handschuh

Drei „Aus“ müssen erzielt werden, und das möglichst ohne, daß einer der Batter in der Lage ist zu punkten. Um einen Spieler „Aus“ zu machen, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Strike Out: Wie weiter oben beschrieben: der Pitcher wirft drei Strikes.
  • Fly Out:Ein geschlagener Ball wird direkt aus der Luft gefangen, also bevor er etwas anderes berührt als einen Spieler. Sollte ein Ball einmal von einem anderen Spieler abprallen, bevor er gefangen wird, dann gilt er trotzdem als aus der Luft gefangen. Nur wenn er Boden oder Wände berührt, ist er nicht aus der Luft gefangen worden.
  • Tag Out:Eine der anspruchvollsten Möglichkeiten. Der Runner wird mit dem Ball, oder dem Handschuh, der den Ball enthält, berührt, ohne daß er Verbindung zu einem Base hat. Der Runner ist nur an einem Base sicher, also ist er aus!Diese Art des aus kann man immer anwenden. Sie muß allerdings angewandt werden, wenn der Runner freiwillig seine Base verläßt, also zum Beispiel beim „stehlen“. Aufgrund der Regel, daß immer nur ein Runner an einem Base sein darf, kann es schon mal sein, daß ein Runner gezwungen ist zu laufen. Dann muß man ihn nicht berühren, dann gibt es noch eine andere Möglickkeit:
  • Forced Out:Also „erzwungenes aus“. Diese Art des Aus kann dann passieren, wenn ein Runner gezwungen ist, zu laufen. Die Standardsituation ist ein geschlagener Ball im Infield. Einer der Feldspieler nimmt ihn auf, und wirft ihn zu dem Base, auf das der Runner zuläuft,. im Normalfall das Erste. Der Spieler an der ersten Base fängt den Ball einfach, während er auf der Base steht. Da der Ball vor dem Runner da war, ist ein aus erzwungen.Gleiches gilt, wenn ein Runner bereits an der ersten Base steht. Er ist gezwungen, zur zweiten zu laufen, man muß also nur mit dem Ball in der Hand auf die zweite Base treten, also das Base „taggen“, dann ist der Runner aus. Dadurch kann es zu einer spektakulären Situation kommen, wenn die Feldverteidigung den Ball an die zweite und erste Base werfen kann, dann sind beide Runner aus. Man redet dann von einem „double play“.

„Perfect Game

Eine Besonderheit, die jeder Pitcher gerne in seinem Leben erleben würde. Selbst den Besten, gelingt das nur in Ausnahmefällen. Ein perfektes Spiel bedeutet nämlich für den Werfer des Teams nichts anderes, als dass er keinerlei Fehler gemacht hat. Schon keinen Hit erlaubt zu haben (ein sogenannter No-Hitter), ist etwas sehr besonderes. Aber tatsächlich dafür zu sorrgen, dass in neun Innings kein einziger Batter zum Runner wird und die erste Base erreicht, ist schon eine Aufgabe, an der selbst die Besten in der Regel scheitern. Es gibt Ausnahmen, im Jahrzehnt eine oder zwei, und das in der besten Spielklasse, den Major Leagues, die mehr als 160 Spiele pro Mannschaft im Jahr haben. 27 Aus in Folge, ohne einen Fehler, ohne einen Walk, ohne einen Hit. Eine ganz besondere Leistung, die in der Regel auch dazu führt, dass ein solcher Pitcher in die „Hall of Fame„, die Ruhmeshalle des Baseball, aufgenommen wird.

Zusammenfassung

Ist es der Defense auf die beschriebenen Arten gelungen, drei der gegnerischen Spieler regelkonform „aus“ zu machen, dann wechselt das Schlagrecht, und die bisherigen Feldverteidiger dürfen nun Schlagen, also selbst versuchen, Punkte zu erzielen.

Kommentar schreiben