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	<title>Baseball-Zone &#187; 5. Baseball History</title>
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	<description>Das Baseballmagazin für Baden-Württemberg</description>
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		<title>Mein Leben mit Baseball</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Apr 2009 10:05:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
				<category><![CDATA[5. Baseball History]]></category>
		<category><![CDATA[Aalen Strikers]]></category>
		<category><![CDATA[Baseball-History]]></category>

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		<description><![CDATA[2009 wäre die neunzehnte Saison meiner spielerischen Laufbahn. Da ich letztes Jahr aber nicht gespielt habe, ist es vielleicht auch erst die achtzehnte. Oder die siebzehnte? Keine Ahnung. Fakt ist, dass das Jahr 1990 den Auftakt markierte, den Auftakt zu einer mittlerweile fast zwanzig Jahre andauernden Leidenschaft.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_439" class="wp-caption alignleft" style="width: 410px"><img class="size-full wp-image-439 " style="margin: 10px;" title="hdh_stadion" src="http://www.baseball-zone.de/wp-content/uploads/2008/08/hdh_stadion.jpg" alt="Heideköpfe Ballpark" width="400" height="300" /><p class="wp-caption-text">Heideköpfe Ballpark</p></div>
<p>2009 wäre die neunzehnte Saison meiner spielerischen Laufbahn. Da ich letztes Jahr aber nicht gespielt habe, ist es vielleicht auch erst die achtzehnte. Oder die siebzehnte?</p>
<p>Keine Ahnung. Fakt ist, dass das Jahr 1990 den Auftakt markierte, den Auftakt zu einer mittlerweile fast zwanzig Jahre andauernden Leidenschaft. Angefangen hatte aber alles schon ein wenig früher. Und zwar mit Tatum O&#8217;Neil und Walther Matthau. Die beiden waren nämlich mit den Bären unterwegs und haben in einigen Spielfilmen Werbung für die amerikanischste aller Sportarten gemacht.</p>
<p>Allerdings waren damals die Möglichkeiten vergleichsweise eingeschränkt. Wenn man in Deutschland mal Baseball im Fernsehen gesehen hat, dann allenfalls in Form eines Spielfilms. Egal ob &#8220;Die Bären sind los&#8221; oder &#8220;Die Indianer von Cleveland&#8221;, es ist halt doch nicht dasselbe, als ein Baseballspiel wirklich zu sehen.</p>
<p>Oder wenigstens zu hören. Und da die Amerikaner damals noch deutlich stärker in Deutschland vertreten waren, war immerhin das eine Möglichkeit. AFN hat da zwar nicht so viel geholfen, aber auf der Mittelwelle trieb sich ein Sender namens AFRTS herum. Die &#8220;Armed Forces Radio and Television Services&#8221;.</p>
<p>Ja, und so kam ich zu meiner ersten vollständigen Baseballsaison. Im Jahre 1989, waren gerade die San Francisco Giants in Höchstform. Sie spielten im Finale gegen die Oakland Athletics, hatten aber gegen den Lokalrivalen in vier Spiele keine wirkliche Chance. Egal, es hatte mich gepackt und auch in den Jahren danach verfolgte ich, was die Giants so trieben.</p>
<p>Mittlerweile hatte es die Post (damals noch) geschafft, das Kabelfernsehen endlich auch bei uns anzuschließen. Und somit war da plötzlich Eurosport, wo man damals tatsächlich Bälle fliegen sah. Zwar nur als Aufzeichnung, aber immerhin. Und ein sogenannter &#8220;Sportkanal&#8221;. Der brachte das sogar live und so kam ich dazu, den ersten Triumph der Minnesota Twins live zu erleben. Das war schon was besonderes. Aber das hörte dann auch auf, denn den Sportkanal gab es leider nicht so lang. Der wurde durch das DSF abgelöst, das aber nie so richtig auf Baseball eingestiegen ist.<br />
Die Jahre danach war Flaute an der Baseballfront.</p>
<p> Aber immerhin gab es ja die Aalen Strikers. In Deutschland boomte Baseball, die Zuwachsraten an Mitgliederzahlen verdoppelten sich praktisch jedes Jahr und die Möglichkeiten, auch mal Unterstützung aus den USA zu erhalten, wurden immer größer. Ich kann mich an einige Spieler erinnern, die damals bei uns waren, und auch an Trainer. Viele waren in Schwäbisch Gmünd stationiert. Einmal waren wir bei einem davon zu Gast und schauten uns ein Baseballspiel live an, das war vielleicht mein erster Kontakt mit einem richtigen, kompletten Spiel aus den Major Leagues. Das war damals auf AFN Television, das man nur im Umfeld der Kasernen empfangen konnte.</p>
<p>Ein wirklich guter Spieler, ein gewisser Miguel Soto, war mal eine Zeit lang bei uns im Einsatz. Der hätte sicher Minor League spiele können. Mit dem fuhren wir nach Frankreich auf ein Turnier, er pitchte für uns und wir gewannen das Turnier mit wehenden Fahnen. Später haben wir dann erfahren, dass er in den USA seine Frau und deren Liebhaber umgebracht hat und deswegen in der Todeszelle auf seine Hinrichtung wartet. So enden Baseball-Karrieren.</p>
<p>Andere waren länger bei uns, haben uns wirklich geholfen und uns im Training beigebracht, wie man Baseball taktisch spielt. Seither weiß ich, wohin die Spieler laufen sollten, auch wenn ich das sicher nicht immer umsetze. Es ist halt eine Sache, das theoretisch zu verstehen und auch praktisch umzusetzen. Mit dem Team waren wir bis in die Verbandsliga nach oben gerückt und in unserer besten Saison am vorletzten Spieltag noch auf einem Aufstiegsplatz in die damals sogar 2. Bundesliga. Allerdings ging es dann zwei Jahre später erst mal nach unten. Die Landesliga hatte uns wieder und wir wollten natürlich unbedingt wieder zurück in die Verbandsliga. Das ist leichter gesagt, als getan. In den neunziger Jahren, hatten wir eine hochmotivierte Truppe in Aalen. Damit wäre viel möglich gewesen, aber irgendwie scheiterte es dann immer an der Umsetzung. Über eine ganze Saison konstante Leistung zu erbringen, erwies sich irgendwie als nicht durchführbar. Und so scheiterten wir meistens kurz vor Schluss an irgendeinem, der uns dann auf den ersten Platz schickte, der nicht mehr zum Aufstieg berechtigte. Und dabei war es wurscht, ob der erste oder die ersten beiden zum Aufstieg berechtigten. Im einen Fall wurden wir halt zweiter und im anderen dritter. Das passte schon.</p>
<p>Nur in die Verbandsliga, kamen wir nicht mehr.</p>
<p>Bis die Mannschaft dann auseinander fiel. Die nächste Saison spielten wir dann gar nicht (muss Anfang dieses Jahrtausends gewesen sein). Und als wir wieder einstiegen, ging es natürlich ganz unten los. Die Bezirksliga war das und wir haben uns auch da eine Weile aufgehalten.</p>
<p>Im letzten Jahr ging es dann in die Landesliga nach oben, in der die Aalen Strikers im Jhre 2009 auch antreten werden. Die Möglichkeiten, an Baseball aus den USA zu kommen, haben sich in diesen letzen Jahren sehr verbessert. Nachdem zunächst nur premiere dabei half, Baseball auf den heimischen Schirm zu holen, ist mittlerweile ein anderern Sender ganz vorne dabei, der als NASN angefangen hat. Das &#8220;North American Sports Network&#8221; hatte die Rechte für Europa und wurde von ESPN aufgekauft. Inzwischen schlägt sich das auch im Namen nieder. ESPN America verwöhnt mit Baseball aus den Major Leagues, auch mit den World Baseball Classics und die eine oder andere Jugend World Series ist auch geboten. Auf dem Bildschirm herrscht mittlerweile kein Mangel mehr an Baseball, zumindest, wenn man bereit ist, dafür zu bezahlen. Sollte das mal nicht mehr gehen, gibt es im Internet mlb.tv, wo die Major Leagues, ebenfalls gegen Bezahlung, per Internet Livestream auf den heimischen Rechner gelangen kann.</p>
<p>Aber ich bin mittlerweile nicht mehr der leichteste und nicht mehr der fitteste. Baseball auf dem Bildschirm, war die letzten Jahre für mich eine der wenigen Möglichkeiten, den Sport zu verfolgen. Selber habe ich allenfalls auf der Wii gespielt.</p>
<p>Es wäre schön, wenn sich das 2009 ändern würde.</p>
<p>Nur mit den Aalen Strikers, wird das wahrscheinlich nichts. Da ich jetzt nicht mehr dort wohne, benötige ich eine neue sportliche Heimat. Für die Strikers trete ich gerne noch im Hobbyteam an, vielleicht werde ich für eine andere Mannschaft mal wieder aktiv werden.</p>
<p>Aufgegeben habe ich den Gedanken jedenfalls noch nicht. Wenigstens passiv kann man jetzt wieder Baseball verfolgen, die Saison hat am Wochenende begonnen. Besser als nichts.</p>
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		<title>Die Anfänge des Baseball in den USA</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Aug 2008 22:58:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
				<category><![CDATA[5. Baseball History]]></category>
		<category><![CDATA[5. MLB]]></category>
		<category><![CDATA[Baseball-History]]></category>
		<category><![CDATA[National League]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Anfang waren Cartwright und Doubleday Im 19ten Jahrhundert wurde der Grundstein gelegt. Baseball war geboren, als man mehrere Spiele, die mit Ball und Schläger gespielt wurden, kombinierte. Dieser junge Sport wuchs fast so schnell, wie der junge Staat USA. Zum Jahrhundertwechsel wirkte sich die Industrialisierung sehr schlecht auf das Wachstum der Städte aus: die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Anfang waren Cartwright und Doubleday</strong></p>
<p>Im 19ten Jahrhundert wurde der Grundstein gelegt. Baseball war geboren, als man mehrere Spiele, die mit Ball und Schläger gespielt wurden, kombinierte. Dieser junge Sport wuchs fast so schnell, wie der junge Staat USA. Zum Jahrhundertwechsel wirkte sich die Industrialisierung sehr schlecht auf das Wachstum der Städte aus: die großen Städte wurden immer größer. Baseball entwickelte sich zu einem Profi-Sport, die Zuschauer bezahlten, um hochtrainierte Athleten zu sehen, die ein Spiel für Kinder spielten.</p>
<p>Amateur-Baseballteams wurden zwischen 1845 und 1865 immer populärer, bis man endlich das erste Profi-Baseballteam gründete, die Cincinnati Red Stockings. Sie spielten sehr erfolgreich, was schnell die Gründung einer Profi-Liga nach sich zog: Die &#8220;National Association of Baseball Players&#8221; wurde 1871 gegründet. Sie war zwar nicht übermäßig erfolgreich, begründete aber doch den guten Ruf des Baseball im ganzen Land.</p>
<p><strong>Als Hulbert und Spalding die erste Profiliga gründeten</strong></p>
<p>Hulbert war der Präsident der Chicago Cubs. zusammen mit Al Spalding, der in Boston als Pitcher spielte, glaubte er an die Notwendigkeit von Reformen, um Baseball vor Korruption und der allgemeinen Instabilität zu schützen, die gerade in der National Association um sich griffen. Ein Treffen in Louisville 1876, an dem Hulbert, Spalding und Vertreter der Teams aus St. Louis, Cincinnati und Louisville teilnahmen, erstellte man die Grundregeln für eine neue Liga, deren Name &#8220;The National League of Professional Baseball Clubs&#8221; lauten sollte. Die &#8220;National League&#8221; bestand aus acht Teams, wobei zwischen 1876 und 1900 nur Chicago und Boston in jedem Jahr an der Spielrunde teilnahmen.</p>
<p>In den ersten zwei Jahrzehnten ihres bestehens, konnte die &#8220;National League&#8221; Angriffe neuerer Profi-Ligen widerstehen. Allerdings trat in den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts doch eine Schwächung ein, als man die Zahl der Teams auf zwölf erhöhte, eine Zahl, die sich doch als zu hoch erwies für die damalige Zeit.Obwohl Baseball immer noch die Sportart Nummer eins in den USA war, bekam sie einen schlechten Ruf. Man sah sie als Rowdiehaft an, und stellte eine schmutzige Art, zu spielen, fest, die eigentlich nicht in die Zeit passte.</p>
<p><strong>Johnson und Comisky etablieren die American League</strong></p>
<p>Byron Banford &#8220;Ban&#8221; Johnson und Charles Albert Comisky kamen daher auf die Idee, eine neue Liga zu gründen, die auf eine strenge Führung und guten Teamgeist baute. Die American League war geboren. Hier spielte man nicht am Sonntag, und Frauen durften keine Baseballspiele besuchen. Johnson und Comiskey setzten sich zum Ziel, ein neues Image für das Spiel zu schaffen.</p>
<p>Als die National League erkannte, daß sie an Macht zu verlieren begann, verkaufte man im Jahre 1900 vier der Mannschaften an diese neue Liga.</p>
<p>Aufgrund dieser Verkäufe, sah man die neue Liga bei ihrem Start im Jahre 1901 als nicht sehr gefährlich an. Allerdings wanderten doch viele gute Spieler der National League von hohen Gehältern angelockt zu der neuen Liga ab, und dieser neue Status, der zur Einführung einer freundlichen Liga, in der in angenehmer Athmosphäre gespielt wurde, führte, stiegen die Zuschauerzahlen der American League so stark an, daß man bereits im Jahre 1902 600.000 Fans mehr hatte, als die National League.</p>
<p><strong>Die Geburtsstunde der Major League Baseball</strong></p>
<p>Anfang des Jahres 1903 fusionierten die beiden Ligen daher. Das war die Geburtsstunde der Major League Baseball, wie sie auch noch heute bekannt und erfolgreich ist. Endlich führte man ein neues System ein, bei dem man Spiele lange vorher ansetzte, bevor sie gespielt wurden. Spielergehälter konnten reguliert werden, und man hatte Richtlinien, die für beide Ligen galten. Als Höhepunkt wurde die &#8220;World Series&#8221; eingeführt. Man vereinbarte, am Ende der Saison Spiele zwischen dem ersten der American League und dem Sieger der National League auszutragen, anfangs wurde der Sieger in neun Spielen ermittelt. Später verkürzte man die Zahl der Spiele auf sieben, wie es auch heute noch gehandhabt wird.</p>
<p>So wurde der &#8220;Weltmeister des Baseball&#8221; ermittelt.</p>
<p>Im Jahre 1902 traten 16 Franchise Unternehmen an, um den ersten &#8220;World Series Champion&#8221; auszuspielen. Obwohl einige der Teams an neue Wirkungsstätten gezogen sind, oder ihre Namen geändert haben, spielen sie auch heute noch für das gleiche Ziel: Die Weltmeisterschaft im Baseball zu erringen &#8230;</p>
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		<title>Wer warf den ersten Pitch?</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Aug 2008 01:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
				<category><![CDATA[5. Baseball History]]></category>
		<category><![CDATA[Baseball-History]]></category>

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		<description><![CDATA[Doubleday oder Cartwrigth und Adams? Wer von ihnen hat damit angefangen? War es nun Abner Doubleday an einem sommerlichen Nachmittag im Jahre 1839 in Cooperstown, unweit des Otsego-Sees im Staate New York, beim Spielen von &#8220;town-ball&#8221; mit den anderen Jungs der Otsego Academy? Oder war es Alexander Joy Cartwright Jr. und der Präsident der Knickerbockers, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Doubleday oder Cartwrigth und Adams? Wer von ihnen hat damit angefangen?</strong></p>
<p>War es nun Abner Doubleday an einem sommerlichen Nachmittag im Jahre 1839 in Cooperstown, unweit des Otsego-Sees im Staate New York, beim Spielen von &#8220;town-ball&#8221; mit den anderen Jungs der Otsego Academy? Oder war es Alexander Joy Cartwright Jr. und der Präsident der Knickerbockers, Daniel Lucas &#8220;Doc&#8221; Adams im Frühling und Sommer des Jahres 1842, als eine Gruppe von Männern sich in Manhattan trafen, um verschiedene Spielarten von Base Ball zu auszuprobieren?<span id="more-389"></span></p>
<p>Schwer zu sagen, wer den allerersten Pitch des Baseballsports, wie wir ihn heute kennen, geworfen hat, weil das Spiel sehr wahrscheinlich zwei direkte Vorfahren hat: die britischen Spiele Cricket und Rounders. Cricket, das in Innings aufgeteilt und von Umpires geleitet wird, Rounders, ein Stock- und Ballspiel, das von Siedlern ins frühe Amerika gebracht wurde. Es gab eine ganze Reihe amerikanischer Varianten des &#8220;Base Ball&#8221; mit genauso vielen verschiedenen Spielregeln von verschiedenen Kindern in verschiedenen Städten und Dörfern gespielt, oder von Soldaten im Bürgerkrieg, oder von Sklavenkindern im Süden. Ein &#8216;striker&#8217; warf den Ball zu einem &#8216;feeder&#8217; (Anm. des Autors: übrigens &#8211; falls sich schon mal einer gefragt hat, woher die Aalen Strikers ihren Namen bezogen &#8211; jetzt wisst ihr es *g*). Ein &#8220;runner&#8221; war aus, wenn ein geschlagener Ball gefangen wurde oder wenn er von einem Ball getroffen wurde, den man nach ihm geworfen hat, während er zwischen den Bases gerannt ist!</p>
<p><strong>Die frühen Jahre</strong></p>
<p>Es gilt heute als gesichert, dass der Baseballsport, wie man ihn heute spielt, nicht von Abner Doubleday in Cooperstown, einem Vorort von New York, entwickelt wurde. Vermutlich sind die ersten Spiele nicht auf dem Land ausgetragen worden, wahrscheinlicher ist, dass die ersten Baseballspieler eher aus großen Städten wie New York gekommen sind. 1905 wurde eine Kommission gegründet, die die wahren Ursprünge des Baseball eruieren sollten. Im Frühjahr und Sommer 1842 trafen sich mehrere Männer in New York, um verschiedene Spielarten des Baseball auszuprobieren. Im Oktober 1845 gründete diese Gruppe aus ihrer Mitte den New York Knickerbocker&#8217;s Baseball Club auf Betreiben von Alexander Joy Cartwright, der zu diesem Zeitpunkt 25 Jahre alt war.</p>
<p>Alexander Cartwright und der Präsident der Knickerbocker&#8217;s, Daniel Lucius &#8220;Doc&#8221; Adams (ein Arzt aus New Hampshire), wollten die Regeln dieses Sports festschreiben und damit das Spiel für immer verändern, zu dem, was es heute ist. Sie legten fest, daß das Infield als diamond angeordnet sein sollte, nicht aber als Quadrat, wie man es bisher gehandhabt hatte. Foul lines wurden definiert &#8211; davor gab es keine foul lines und auch keine foul balls, alles war spielbar! Erstes und drittes base wurden genau 42 Schritt voneinander entfernt plaziert. Auf runner wurde nicht mehr geworfen, um sie auszumachen (Anm. des Autors: Ein Glück *g*), dafür sollte man sie austaggen oder den Ball an die Base bekommen, bevor die runner sie erreichen konnten. Battern erlaubte man, drei mal am Ball vorbeischlagen zu dürfen, bevor sie aus sein sollten. Pitchers sollten den Ball Unterhand werfen ohne Handgelenk oder Ellbogen zu beugen. Der Balk wurde eingeführt und in die Regeln aufgenommen.</p>
<p>Als das Spiel langsam Gestalt annahm sorgte die Verstädterung dafür, daß es immer schwieriger wurde, gute Orte zum spielen zu finden. Die Knickerbockers begannen damit, sich in Hoboken, New Jersey, zu den Spielen zu treffen, an einem Ort, der sich Elysian Fields nannte. Am 19. Juni 1846 auf den Elysian Fields wurde das erste offizielle Spiel zwischen zwei verschiedenen Mannschaften vereinbart und ausgetragen. Zwischen den Knickerbockers und den New York Nine wurde ein Spiel nach den neuentwickelten Regeln gespielt. Die Knickerbockers verloren das Spiel, das über vier Innings ging, mit 23:1.</p>
<p>Im nachfolgenden Jahrzehnt wurde das Baseballspiel mit den neuen, sich langsam etablierenden Regeln, von vielen Gruppen junger Menschen aus allen Schichten im ganzen Gebiet von New York gespielt. Die Knickerbockers arbeiteten weiterhin daran, die Regeln zu verfeinern. Sie vereinbarten ihre Spiele über formale Briefe. Fluchen wurde mit 6 cent geahndet. Den call eines Umpires in Frage zu stellen, bedingte eine Strafe von 25 cent. Die Strafen mußten an den Umpire gezahlt werden, bevor der beleidigende Spieler das Feld verließ. Wenn er nicht zahlen würde, dann würde er so lange vom Spielfeld verbannt werden, bis er doch gezahlt hätte. Das erste Team, das 21 Punkte erzielte, sollte der Gewinner sein. Im Jahre 1857 wurde diese Regel verändert. Das Team, das die meisten Punkte nach neun Innings haben würde, sollte nun der Gewinner sein. Auch der Ball wurde verbessert. Der ursprünglich verwendete Ball war zu leicht und man konnte mit ihm kaum nennenswerte Entfernungen mit Werfen überbrücken. Mehr als 200 Fuß konnten nicht überbrückt werden (Anm. d. Autors: ca 65-70 Meter). Daher entschied sich Doc Adams, der Bälle für sein eigenes und andere Teams herstellte, den Ball zu verbessern. Er entwickelte Möglichkeiten, ihn härter und schwerer zu machen und sorgte so dafür, daß man ihn auch über größere Entfernungen werfen konnte.</p>
<p>Im Jahre 1857 schlossen sich die Knickerbockers zusammen mit 15 weiteren Mannschaften, die ebenso nach ihren Regeln spielten, in der National Association of Base Ball Players zusammen. Doc Adams war der Präsident. Weitere Regeln wurden eingeführt. Neun Spieler sollten auf jeder Seite spielen. Bases wurden genau 90 Fuß voneinander entfernt plaziert. Erstmals wurde dem Schiedsrichter erlaubt, Strikes zu callen. Spielern wurde verboten, den Ball mit der Mütze zu fangen. Bsaeball sollte weiterhin ein Amateursport bleiben, die Spieler sollten nicht bezahlt werden.</p>
<p>Im Jahre 1849, verließ Alexander Joy Cartwright New York und damit die Knickerbockers, um in Kalifornien sein Glück mit der Goldsuche zu versuchen. Unter anderem nahm er dabei eine Kopie des Regelheftes der Knickerbockers, einen Ball und einen Schläger mit in den Westen. Auf seiner Reise stellte er seinen Sport jedem vor, der ihm zuhören wollte. Letztendlich kam Cartwright nach Hawaii, wo er den Menschen von Honolulu das Baseballspiel beibrachte. Doc Adams trat 1862 aus den Knickerbockers aus.</p>
<p>Henry Chadwick spielte ebenso eine Rolle beim Erfolg des Baseballsports in diese Tagen. Er schrieb über den Sport und machte so Werbung für ihn über mehr als 50 Jahre. Ende der vierziger Jahre des vorigen Jahrhunderts, fing er damit an. Man könnte ihn den ersten Baseball-Redakteur des Landes nennen. Er arbeitete für den New York Clipper. Er führte auch den Box Score in den Zeitungen ein und zeigte die Leistung eines jeden Spielers auf. Chadwick brachte eine Menge Baseball-Regelbücher und Jahrbücher heraus. Er war außerdem Vorsitzender des Regelkomitees der National Association of Base Ball Players. Er sagte voraus, daß Gier der Ruin dieses Sports werden würde wenn man ihn nicht sorgfältig kontrollieren würde. Bereits 1865 wurde diese Vorhersage fast schon Wirklichkeit. Drei Spieler einer Mannschaft namens Mutuals wurden für Baseball gesperrt, weil sie 100 $ genommen hatten um ein Spiel zu verlieren.</p>
<p>Die New Yorker Art des Baseball breitete sich mehr und mehr nach Nordosten und bis in den kalifornischen Westen aus. Es gab 62 teilnehmende Mannschaften in der National Association of Base Ball Players. Freie Schwarze im Norden begannen, ihre eigene Liga zu gründen. Während des Bürgerkrieges wurden Baseballspiele von den Soldaten auf beiden Seiten der Front bestritten. Hinter der Front der Schlachtfelder wurde der Sport weitergespielt und immer noch wurden neue Regeln entwickelt. Ab 1861, als der Bürgerkrieg begann, wurde berichtet, daß Baseball während des ganzen Krieges mit wechselndem Regelwerk von Menschen in ihren Lagern, Gefängnissen und an den Schlachtfeldern sowohl im Norden als auch im Süden gespielt wurde.</p>
<p>Nun erlaubte man den Schiedsrichtern auch erstmals, einen &#8220;Ball&#8221; zu callen, wenn sie das Gefühl hatten, der Pitcher verzögere das Spiel mit Bällen, die außerhalb der Reichweite des Batters lagen. Die Werfer warfen allerdigns immer noch Unterhand und die Spieler trugen nach wie vor keine Handschuhe. Auch war der mound immer noch nur 45 Fuß von der Homeplate entfernt. Der Erfolg des noch jungen Sports, war kaum noch aufzuhalten.</p>
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